Gewitter, Starkregen, Hagel — der Sommer 2026 zeigt seine wilde Seite. Wenn die Wetterdienste vor Unwettern warnen, zählt jede Minute. Doch mit den richtigen Vorbereitungen können Sie sich und Ihr Zuhause schützen.
Ich habe die wichtigsten Tipps zusammengestellt — von der Sicherung der Wohnung bis zum richtigen Verhalten im Freien.
Vor dem Gewitter: Die Vorbereitung
Wenn Unwetter angekündigt sind, sollten Sie vorher ein paar Dinge erledigen:
- Warn-Apps installieren: Die WarnWetter-App des DWD (Deutscher Wetterdienst) und die NINA-App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz warnen zuverlässig vor Unwettern.
- Lose Gegenstände sichern: Gartenmöbel, Blumentöpfe und Sonnenschirme bei Sturm ins Haus oder festbinden — sie werden sonst zu Geschossen.
- Dach und Rinnen prüfen: Verstopfte Dachrinnen führen bei Starkregen zu Wasserschäden. Ein kurzer Check kann Schlimmes verhindern.
- Keller entrümpeln: Was im Keller lagert und nicht wasserfest ist, sollte höher gestellt oder weggeräumt werden.
- Notfall-Set bereitlegen: Taschenlampe, Batterien, Kerzen, Streichhölzer, Wasserflaschen und ein batteriebetriebenes Radio.
Während des Gewitters: Verhalten im Haus
Ist das Gewitter erst einmal da, gelten diese Regeln:
- Fenster und Türen schließen — auch im Dachgeschoss und im Badezimmer.
- Elektrogeräte vom Netz nehmen: Computer, Fernseher und teure Elektronik bei Gewitter ausschalten und den Stecker ziehen. Überspannungsschäden sind häufig.
- Telefon-Festnetz meiden: Bei Gewitter nicht mit dem Festnetztelefon telefonieren — Blitzeinschläge können über die Leitung gehen. Mobiltelefone sind ungefährlich.
- Wasserhähne nicht anfassen: Auch Wasserleitungen leiten Blitze. Duschen und Baden während eines Gewitters vermeiden.
- Von Fenstern fernhalten: Bei Hagel und Sturm können Scheiben zerspringen.
Im Freien: Die wichtigsten Regeln
Wer draußen überrascht wird, sollte Folgendes beachten:
- Keine Bäume als Schutz: Ein Baum ist der gefährlichste Ort bei Gewitter — Blitze schlagen bevorzugt in hohe Bäume ein. Mindestens drei Meter Abstand halten.
- Freifläche meiden: Wer sich auf einem Feld oder einer Wiese befindet, sollte in die Hocke gehen (Füße zusammen!) und den Kopf einziehen — niemals hinlegen.
- Wasser verlassen: See, Fluss oder Meer sofort verlassen. Wasser leitet Blitze hervorragend.
- Metallgegenstände ablegen: Fahrrad, Golfschläger, Wanderstöcke und Regenschirme mit Metallgestänge weglegen.
- Auto als Schutz: Ein Auto mit Metallkarosserie ist ein sicherer Ort bei Gewitter — der Käfigeffekt schützt die Insassen.
Bei Starkregen: Keller und Haus schützen
Starkregen ist die häufigste Unwettergefahr in Deutschland:
- Mobile Barrieren: Für Kellertüren und Lichtschächte gibt es einfache Schutzsysteme (Sandbags, Sperrbalken, aufsteckbare Aufkantungen).
- Rückstauklappe prüfen: Eine Rückstauklappe im Abwasserrohr verhindert, dass bei vollem Kanal das Wasser in den Keller drückt.
- Gully frei halten: Laub und Schmutz von Abläufen auf dem Grundstück entfernen — so kann das Wasser abfließen.
- Bei Überschwemmung: Nie den Keller betreten, wenn Wasser eingedrungen ist und elektrische Geräte in der Nähe stehen — Lebensgefahr!
Der Hagel-Check: Nach dem Unwetter
Nach einem schweren Hagelschlag sollten Sie:
- Dach und Dachziegel auf Schäden prüfen (vom Boden aus oder mit Fernglas)
- Fahrzeug auf Hagelschäden untersuchen und bei Bedarf dokumentieren
- Versicherung informieren — Elementarschäden durch Hagel sind in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung oft enthalten
- Fotos als Beweismittel machen, bevor Sie aufräumen
Mein Fazit: Vorsorge ist alles
Gewitter und Unwetter gehören zum Sommer — aber mit der richtigen Vorbereitung sind sie kein Grund zur Panik. Die wichtigsten Regeln: Warn-Apps nutzen, lose Gegenstände sichern, Elektronik vom Netz nehmen und im Freien Schutz suchen.
Und der wichtigste Tipp überhaupt: Bei schweren Unwettern einfach drinnen bleiben. Es gibt keinen Grund, sich unnötig zu gefährden.
Haben Sie schon Unwetter-Schäden erlebt? Was sind Ihre Tipps für Gewitter und Starkregen? Schreiben Sie es in die Kommentare!



