Er stellt Politikern unangenehme Fragen — und bekommt jetzt endlich auch Antworten. Fabian Köster, der bekannteste Reporter der „heute-show“, bekommt seine eigene Quizshow beim NDR. Das „Fifty-Fifty-Quiz“ startet im August — und der 34-Jährige ist bereit für „ganz neue Erfahrungen und Gesichter“.
Dabei musste sich Köster in seiner Karriere erst mal durchsetzen — nicht zuletzt gegen den Spott über sein jugendliches Aussehen.
Der Mann mit dem Babyface
Fabian Köster sieht aus wie ein Student, der gerade seinen ersten Praktikumstag hat — obwohl er längst einer der profiliertesten TV-Journalisten Deutschlands ist. Der Spott über sein jugendliches Aussehen gehört zu seinem Alltag. Auf der Straße wird er immer wieder gefragt, ob er wirklich der aus dem Fernsehen sei. „Ich hab mich dran gewöhnt“, sagt er. „Solange man mich erkennt, ist ja alles gut.“
Der Spott ist Teil seines Erfolgs geworden. In der „heute-show“ spielt er bewusst mit dem Kontrast: Der junge Mann, der den mächtigsten Politikern des Landes die unbequemsten Fragen stellt. Sein Markenzeichen: freundlich lächeln, dann zustechen.
Die Preise und der Aufstieg
Hinter dem Babyface steckt ernsthafte journalistische Arbeit. Köster wurde mehrfach ausgezeichnet: mit dem Grimme-Preis und dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, einer der renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehjournalismus in Deutschland.
Bekannt wurde er vor allem durch seine Interviews, die er für die „heute-show“ führt — oft in Aufzügen, auf Fluren oder in den Foyers von Politiker-Veranstaltungen. Seine Spezialität: den Interviewpartner mit einer unerwarteten, präzisen Frage aus dem Konzept zu bringen.
Das Fifty-Fifty-Quiz: Tinder fürs Gehirn
Jetzt bekommt Köster seine eigene Sendung. Das „Fifty-Fifty-Quiz“ läuft zunächst fünfmal sonntags um 22:45 Uhr im NDR und ist in der ARD-Mediathek abrufbar. Das Konzept:
- Der Swiper: Alle Fragen liegen vor den Promi-Teams, die nur nach links oder rechts wischen müssen, um zu punkten. Entweder-oder-Prinzip statt komplizierter Antworten.
- Die Kandidaten: Promi-Teams treten gegeneinander an, um am Ende im Finale Geld für einen guten Zweck zu erspielen.
- Der Moderatoren-Stil: „Es ist quasi wie Tinder, nur mit weniger Enttäuschungen“, sagt Köster über seine neue Sendung.
Zum Auftakt wird die erste Folge sogar zum „heute-show“-Spezial: Kösters Chef Oliver Welke tritt mit Kollege Lutz van der Horst gegen die Comedians Hans-Joachim Heist und Valerie Niehaus sowie Katjana Gerz und Alexander Schubert an. „In der ersten Folge begrüße ich zum Beispiel meinen Chef von der heute-show… oh“, scherzt Köster.
Warum das Publikum ihn mag
Köster ist beim Publikum beliebt, weil er eine seltene Mischung aus Charme und Hartnäckigkeit hat. Er bleibt höflich, auch wenn er bohrt. Er lacht über sich selbst, wenn seine Fragen ins Leere laufen. Und er hat eine natürliche Art, die gerade bei einem erwachsenen Publikum gut ankommt — das die „heute-show“ ohnehin schätzt, weil sie Nachrichten mit Humor verbindet.
Sein Babyface, einst vielleicht ein Nachteil, ist längst sein Markenzeichen geworden: Der junge Mann, der es mit den Großen aufnimmt — und dabei immer ein Lächeln behält.
Mein Fazit: Ein verdienter Aufstieg
Fabian Köster hat sich seine eigene Show redlich verdient. Vom Reporter, der den Politikern die Fragen stellt, zum Quizmaster, der endlich Antworten bekommt — das ist eine schöne Entwicklung. Und wer weiß: Vielleicht sieht man ihn irgendwann auch in den großen Samstagabend-Shows.
Ich freue mich auf das Fifty-Fifty-Quiz. Und ich bin gespannt, wie Köster den Spott über sein Babyface in seiner ersten eigenen Sendung thematisiert. Wahrscheinlich gar nicht — das ist ja gerade seine Art.
Kennen Sie Fabian Köster aus der heute-show? Werden Sie sich das Fifty-Fifty-Quiz anschauen? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare!



