Carlito’s Way vs. Scarface






„Besser als Scarface“? Carlito’s Way — der Al-Pacino-Klassiker von 1993, den alle neu entdecken

Es ist eine der großen Film-Debatten unter Kinofans: Welcher Al-Pacino-Gangsterfilm ist der beste? Jahrzehntelang galt „Scarface“ (1983) als unangefochten. Doch jetzt feiern Filmkritiker und Fans einen anderen Klassiker: „Carlito’s Way“ aus dem Jahr 1993 — und viele sagen: Er ist der bessere Film.

Für alle, die die große Zeit des Hollywood-Gangsterfilms miterlebt haben, lohnt sich ein genauer Blick.

Worum geht es in „Carlito’s Way“?

„Carlito’s Way“ erzählt die Geschichte von Carlito Brigante, einem ehemaligen Gangsterboss aus New York, der nach fünfjähriger Haft aus dem Gefängnis kommt. Sein Vorsatz: Aussteigen, ein sauberes Leben führen, nach Miami gehen und dort ein Autokino eröffnen.

Doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los: Sein alter Anwalt und Freund Kleinfeld (herrlich gespielt von Sean Penn) verwickelt ihn in einen letzten Coup — und die alten Feinde vergessen nie. Carlito kämpft um seinen Ausstieg, aber das Schicksal hat andere Pläne.

Regie führte Brian De Palma — derselbe Mann, der auch „Scarface“ inszenierte. Der Film gilt als seine reifste Arbeit.

Warum „Carlito’s Way“ heute als besser gilt

Die Argumente der „Carlito’s Way“-Fans sind deutlich:

  • Die Geschichte: Anders als „Scarface“, das den Aufstieg eines Drogenbarons zeigt, erzählt „Carlito’s Way“ vom verzweifelten Versuch eines Mannes auszusteigen. Das ist realistischer und emotionaler.
  • Die Reife: Pacino spielt Carlito mit einer Zurückhaltung, die seinem überdrehten Tony Montana aus „Scarface“ völlig fehlt. Viele Kritiker nennen es seine beste späte Leistung.
  • Das Ende: Ohne zu viel zu verraten: Das Finale von „Carlito’s Way“ gehört zu den berühmtesten Szenen der Filmgeschichte — eine atemlose Verfolgungsjagd durch die U-Bahn von New York.
  • Die Inszenierung: Brian De Palma zeigt hier sein ganzes Können — mit der Kamera, dem Licht, der Musik. Alles fügt sich zu einem dichten, melancholischen Ganzen.

Wer beide Filme kennt, versteht die Debatte: „Scarface“ ist der laute, explosive Film — „Carlito’s Way“ der leise, reife. Und viele finden: Reife schlägt Explosion.

Warum beide Filme so besonders sind

Egal, welche Seite man wählt — beide Filme gehören zum Besten, was das Genre zu bieten hat:

  • Scarface (1983): Tony Montanas Aufstieg und Fall in Miami, die legendären Zitate („Say hello to my little friend!“), der provokante Stil — ein Film, der zur Popkultur wurde.
  • Carlito’s Way (1993): Die leise Tragödie eines Mannes, der den Absprung schaffen will — mit Pacino in einer seiner vielschichtigsten Rollen und Sean Penn als schmierigem Anwalt.

Interessant: Beide Filme verbindet mehr, als man denkt. Beide spielen in New York und Miami, beide wurden von Brian De Palma inszeniert, und beide zeigen Pacino in Gangsterrollen — aber mit völlig unterschiedlichem Ansatz.

Al Pacino: Eine Legende, die Generationen verbindet

Die Debatte zeigt vor allem eins: Al Pacino ist eine der größten Film-Ikonen aller Zeiten. Von „Der Pate“ (1972) über „Serpico“ (1973) bis zu „Scarface“ und „Carlito’s Way“ — seine Rollen haben Generationen von Kinogängern geprägt.

Für viele Zuschauer über 50 ist Pacino mehr als ein Schauspieler: Er ist Teil der eigenen Jugend, der Kinoabende, der Videotheken-Zeit. Seine Filme neu zu entdecken — oder wiederzusehen — ist eine Reise in die eigene Vergangenheit.

Mein Fazit: Sehen Sie sich beide an — und streiten Sie mit

Die Frage „Scarface oder Carlito’s Way?“ ist eine der schönsten Film-Debatten überhaupt, weil es keine falsche Antwort gibt. Wer Action und Kult liebt, wählt „Scarface“. Wer große Schauspielkunst und Melancholie schätzt, wählt „Carlito’s Way“.

Mein Tipp: Schauen Sie sich beide an — am besten an zwei Abenden. Und dann bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Denn genau darum geht es bei guten Filmen: dass sie uns berühren, beschäftigen und zum Diskutieren bringen.

Welcher Pacino-Film ist für Sie der beste: „Scarface“ oder „Carlito’s Way“? Und was ist Ihr Lieblingsfilm mit Al Pacino überhaupt? Teilen Sie es in den Kommentaren!


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