Robin Williams: Warum seine Stimme bis 2039 geschützt ist






Robin Williams: Warum seine Stimme bis 2039 geschützt ist — und das unveröffentlichte Material, das Disney besitzt

Er war einer der größten Schauspieler und Komiker aller Zeiten: Robin Williams. Zwölf Jahre nach seinem Tod sorgt er wieder für Schlagzeilen – denn von seiner berühmtesten Rolle existiert noch immer unveröffentlichtes Material. Und es gibt einen Grund, warum wir es so bald nicht zu sehen bekommen: Williams‘ Stimme ist vertraglich bis 2039 geschützt.

Der Mann, der 30 Witze pro Minute machte

Robin Williams, 2014 im Alter von nur 63 Jahren gestorben, begeisterte Generationen mit Filmen wie „Mrs. Doubtfire“, „Jumanji“, „Hook“ und „Der Club der toten Dichter“. Doch seine vielleicht legendärste Leistung war der Dschinni in Disneys „Aladdin“ (1992).

Ein ehemaliger Disney-Manager berichtete der „Sunday Times“: „Wenn Robin gut drauf war, brachte das hyperaktive Plappermaul rund 30 Witze pro Minute zustande.“ Williams improvisierte so viel, dass bei den Aufnahmesessions des ersten Films genügend Material für einen weiteren Film entstanden sein soll.

Das unveröffentlichte Material

Von den Aufnahmesessions zu „Aladdin“ existieren noch zahlreiche unveröffentlichte Sprachaufnahmen. Disney soll sogar überlegt haben, daraus einen neuen Film zu machen. Das Problem: Williams hat zu Lebzeiten vertraglich festgelegt, dass seine Stimme bis zum 11. August 2039 nicht für neue Produktionen genutzt werden darf.

Der Schauspieler wollte damit verhindern, dass seine Stimme nach seinem Tod von Studios für künstliche oder neue Rollen verwendet wird – ein damals ungewöhnlich weitsichtiger Schritt. „Er wollte das letzte Wort haben“, sagt ein Insider. Und das hat er bekommen.

Der Zoff mit Disney

Die Geschichte des Dschinni ist auch eine Geschichte des Streits. Nach einem öffentlich ausgetragenen Zerwürfnis mit Disney über die Vermarktung seiner Rolle sprach Williams den Dschinni im Sequel „Dschafars Rückkehr“ (1994) zunächst nicht mehr. Erst für die zweite Fortsetzung „Aladdin und der König der Diebe“ (1996) kehrte er zurück – und versprach, die Gage an wohltätige Zwecke zu spenden.

Der Genie war ihm heilig. Und genau deshalb wollte er nicht, dass seine Stimme nach seinem Tod beliebig weiterverwendet wird.

Coppolas Geschenk nach 30 Jahren

Parallel zur Disney-Geschichte sorgt Regisseur Francis Ford Coppola für eine schöne Geste: Zum 30. Jubiläum des Films „Jack“ (1996) hat er seltene, bisher unveröffentlichte Aufnahmen mit Robin Williams veröffentlicht. Fans können den Schauspieler darin hinter den Kulissen erleben – spontan, warmherzig, improvisierend.

Coppola, der Williams als „eines der größten Talente, die Hollywood je hatte“ bezeichnet, zeigte sich bewegt: „Diese Aufnahmen zeigen Robin, wie wir ihn liebten: voller Energie, voller Leben.“

Was bedeutet das für die Zukunft?

Bis 2039 bleibt Williams‘ Stimme für neue Produktionen tabu. Danach könnte Disney theoretisch das unveröffentlichte Material nutzen – aber ob das geschieht, ist fraglich. Die Familie Williams hat sich bisher gegen jede künstliche Nutzung ausgesprochen.

Eines ist sicher: Robin Williams‘ Vermächtnis braucht keine neuen Produktionen. Seine Filme, seine Improvisationen und seine Menschlichkeit leben weiter. Und die unveröffentlichten Aufnahmen sind ein Schatz, der auf den richtigen Moment wartet.

Vielleicht ist das die schönste Erkenntnis: Selbst 12 Jahre nach seinem Tod sorgt Robin Williams noch dafür, dass man über ihn spricht. Das hätte ihm gefallen.

Was ist Ihr Lieblingsfilm mit Robin Williams? Mrs. Doubtfire, Good Will Hunting oder der Dschinni in Aladdin? Schreiben Sie es in die Kommentare!


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