Ferrari Luce: Erst verspottet, jetzt ausverkauft






Ferrari Luce: Erst von allen verspottet, jetzt ausverkauft — das erste E-Auto der Italiener

Als Ferrari im vergangenen Jahr sein erstes Elektroauto vorstellte, lachte das Internet. Die „Luce“ – designt von Jony Ive, dem berühmten Apple-Designer – wurde in den Kommentarspalten gnadenlos zerlegt. Zu futuristisch, zu un-Ferrari, sagten die einen. Ein Elektro-SUV sei ein Verrat an der Marke, sagten die anderen.

Doch jetzt das: Die Ferrari Luce verkauft sich wie geschnitten Brot. Ferrari hat sein Verkaufsziel für das gesamte Jahr 2026 bereits nach zwei Monaten erreicht – nur mit dem neuen E-Modell.

Der Hype um die Luce

Die Ferrari Luce (italienisch für „Licht“) ist das erste vollelektrische Fahrzeug der Geschichte des italienischen Sportwagenherstellers. Entwickelt in Maranello, designed von Jony Ive – dem Mann, der das iPhone und den iMac geformt hat.

Die Luce ist kein klassischer Ferrari. Sie ist ein crossover-artiges Modell mit vier Türen, hoher Sitzposition und einem komplett neuen Design. Kein V12, kein V8 – stattdessen leise E-Motoren mit einer Leistung von über 1.000 PS in der Topversion.

Genau das spaltete die Fans. In Online-Foren wurde die Luce als „zu rund“, „zu modern“ und „kein echter Ferrari“ bezeichnet. Ein Kommentar brachte es auf den Punkt: „Ferrari ohne V12 ist wie Spaghetti ohne Tomatensauce.“

Die Wende: Rekordverkäufe

Doch die Verkaufszahlen erzählen eine andere Geschichte. Nach nur zwei Monaten hat Ferrari mit der Luce das Jahresziel für 2026 erreicht. Die Warteliste ist lang, die Produktion ausgelastet. Wer heute eine Luce bestellt, muss Geduld mitbringen.

Analysten führen den Erfolg auf mehrere Faktoren zurück:

  • Die Marke: Ferrari bleibt Ferrari – auch mit E-Antrieb. Der Rote aus Maranello hat eine Aura, die kein anderer Hersteller kopieren kann.
  • Das Design: Jony Ive hat einen Look geschaffen, der futuristisch und elegant zugleich ist. Die Luce polarisiert – aber sie fällt auf.
  • Der Preis: Ab etwa 400.000 Euro ist die Luce zwar teuer, aber sie ist günstiger als viele erwartet hatten.
  • Frühe Auslieferung: Wer früh bestellt hat, bekommt sein Auto noch 2026 – bei anderen Luxus-E-Autos muss man teils Jahre warten.

Was die Luce besonders macht

Die Luce ist kein gewöhnliches E-Auto. Ferrari hat eigene Elektromotoren entwickelt, die aus dem Rennsport stammen. Das typische Ferrari-Erlebnis – der Sound, das Drehmoment, die Beschleunigung – wird neu interpretiert. Statt V12-Gebrüll gibt es einen synthetischen Klang, den Ferrari „Sound-Identität“ nennt.

Mit über 1.000 PS in der stärksten Version sprintet die Luce in unter drei Sekunden auf 100 km/h. Die Reichweite liegt bei etwa 500 Kilometern (WLTP) – genug für die meisten Fahrten, auch wenn der Sound-Fan in einem denkt: „Das hätte ein V12 auch gekonnt.“

Ferraris Strategie: Mehr als ein E-Auto

Ferrari sieht die Luce nicht als Ersatz für die Verbrenner, sondern als Ergänzung. Bis 2030 will Ferrari weiterhin Verbrenner und Hybride anbieten – die Luce ist das erste Puzzleteil einer neuen Ära. CEO Benedetto Vigna betont: „Ferrari wird nie ein reiner E-Auto-Hersteller werden. Aber wir werden auf jedem Gebiet die Besten sein.“

Der Erfolg der Luce zeigt: Selbst die treuesten Fans lassen sich überzeugen, wenn die Qualität stimmt. Und wenn ein Ferrari elektrisch fährt, ist es immer noch ein Ferrari.

Mein Fazit: Der Spott war verfrüht

Ich gebe zu: Auch ich war skeptisch, als die Luce vorgestellt wurde. Ein Ferrari ohne V12? Das konnte nicht gut gehen. Aber die Verkaufszahlen haben mich eines Besseren belehrt.

Die Luce beweist, dass Tradition und Innovation sich nicht ausschließen müssen. Ferrari hat den Mut gehabt, etwas Neues zu wagen – und wird dafür belohnt. Vielleicht sollten wir Hater uns einfach eingestehen: Jony Ive und Ferrari wussten, was sie tun.

Was sagen Sie zur Ferrari Luce? Würden Sie ein elektrisches Ferrari fahren – oder gehört zu Ferrari für Sie der V12-Sound dazu? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare!


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