Ikkimel im ZDF-Morgenmagazin: „Fußballmänner, alles Penner“ – Shitstorm nach Sex-Song im Frühstücksfernsehen
Es war der Moment, über den ganz Deutschland spricht: Die Berliner Rapperin Ikkimel trat am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“ auf – und performte einen Song, der das Studiopublikum in Schockstarre versetzte. „Fußballmänner, alles Penner. Bierbauch, Bratwurst, leckerschmecker“ – die Zeilen gingen viral. Ein klassischer Generationen-Clash im deutschen Fernsehen.
Was war passiert? Ikkimel, bürgerlich Melina Gaby Strauß, 29 Jahre alt, wurde in die WM-Arena des ZDF-Morgenmagazins eingeladen, um ihren Song „Fußballmänner“ zu performen. Der Songtext ist provokant, sexuell anzüglich und vor allem eines: ein einziger Seitenhieb auf die Fußballkultur. Die Reaktion des Studiopublikums sprach Bände – ratlose Gesichter, verhaltenes Klatschen, betretenes Schweigen.
Die Performance, die alle spaltet
Ikkimel rappte vor laufender Kamera unter anderem: „Fußballmänner, alles Penner. Bierbauch, Bratwurst, leckerschmecker“ und „Lattenkracher, Mertesacker, Tiki-Taka in ’nem Tanga“. Während der Performance blieben viele Zuschauer im Studio auffallend regungslos. Einige blickten ins Leere, andere auf den Boden. Die Rapperin selbst musste mehrfach lachen – die Situation war so grotesk, dass selbst sie die Fassung verlor.
Nach dem Song gab es nur verhaltenen Applaus. Moderator Andreas Wunn versuchte zu erklären: „Liebe Fußballmänner, nicht beleidigt sein. Das ist Provokation und Kunst und trifft gerade so richtig einen Nerv bei der Gen Z.“ Ikkimel verabschiedete sich mit den Worten: „Danke MOMA, wir freuen uns auf die Frauen-WM nächstes Jahr.“
Der Shitstorm in den sozialen Medien
Der Auftritt wurde sofort zum Gesprächsthema in den sozialen Netzwerken. Moderator Micky Beisenherz kommentierte den Clip auf Instagram als „Hurz 3.0“ – eine Anspielung auf den legendären Fernsehstreich von Hape Kerkeling aus den 90ern. Der Clip verbreitete sich rasant, die Meinungen gingen weit auseinander: Die einen feierten die Provokation als gelungene Satire, die anderen empörten sich über die sexistischen Texte im öffentlich-rechtlichen Morgenprogramm.
Ikkimel selbst nahm die Situation mit Humor. Vor ihrem Auftritt schrieb sie in ihrer Instagram-Story: „Guten Morgen MOMA. Heute spiele ich vor einer Schulklasse und ü50. Hell yeah.“ Den Moment, in dem die Kamera auf das regungslose Publikum schwenkte, kommentierte sie später mit „Schnitt aus der Hölle.“
Wer ist Ikkimel?
Ikkimel, bürgerlich Melina Gaby Strauß, stammt aus Berlin und gehört zu den erfolgreichsten deutschen Rapperinnen. Mit Songs wie „Keta und Krawall“ und ihrem modernen Feminismus hat sie sich vor allem bei jungen Fans eine große Anhängerschaft aufgebaut. Auf Spotify zählt sie über zwei Millionen monatliche Hörer. Ihr aktuelles Album heißt „Poppstar“ – mit Titeln wie „Wanderhure“, „Facesitting“ oder „Kink“.
Dass ihre Musik nicht überall auf Begeisterung stößt, zeigte der Auftritt im ZDF eindrucksvoll. Der Generationen-Clash zwischen der jungen Rapperin und dem eher konservativen ZDF-Morgenmagazin-Publikum war programmiert. Und genau das macht den Auftritt so besonders: Er zeigt, wie weit die kulturellen Welten in Deutschland auseinanderliegen.
Ihre Meinung ist gefragt
Haben Sie den Auftritt gesehen? Finden Sie die Aktion lustig oder geschmacklos? Ist das Kunst oder Provokation? Schreiben Sie es in die Kommentare.